30 Jahre Partnerschaft Letchworth Garden City / Wissen gefeiert

Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Wissen und Letchworth. Und dieses Jubiläum war Anlass für eine Geburtstagsfeier mit 31 englischen Gästen, die am dritten Augustwochenende nach Wissen gekommen waren. Nach ihrer Ankunft am Freitagabend wurden Gäste und Gastgeber im Kuppelsaal mit einem Willkommenstrunk von Bürgermeister Michael Wagener und dem Vizepräsidenten des Internationalen Clubs Wissen , Arnim Hammann, herzlich begrüßt.

 

Der Samstag stand den Gastfamilien für eigene Unternehmungen zur Verfügung. Einige nutzten ihn zu einem Ausflug nach Köln und Bonn, andere fuhren ins Kannebäcker Land oder erkundeten Wissen und seine Umgebung. Am frühen Abend trafen sich alle zur offiziellen Geburtstagsfeier im evangelischen Jugendheim in Wissen. Der Vorstand des ICW hatte die Tische festlich mit Rosen dekoriert. Auch echte „Harkness-Rosen“, die eine Wissener Gärtnerei zur Verfügung gestellt hatte, zierten den Raum. Sie erinnerten an das Gastgeschenk, nämlich ebensolche Rosen, die Letchworth den Wissenern anlässlich der Partnerschaftsgründung 1983 geschenkt hatte und die später in den Steinbuschanlagen gepflanzt worden waren. Ein reichhaltiges Buffet bot für jeden Geschmack etwas. Eine besondere Überraschung für die Gäste wurde als Nachtisch serviert: zwei Kuchen mit den Stadtwappen von Letchworth und Wissen. Bürgermeister Wagener und Arnim Hammann ließen die lange und intensive Partnerschaft zwischen den beiden Städten Revue passieren und bedankten sich bei den Gastfamilien. Jon Marshall, der Vorsitzende des englischen Partnerschaftskomitees, schloss sich dem gerne an. Viel Spaß bereitete das vom ICW-Vorstand ausgedachte Quiz zu 30 Jahren Partnerschaft. Nicht nur die drei Gewinner wurden mit einem Geschenk belohnt, sondern auch die Familien Wöllner und Maynard-Smith, die auf die am längsten bestehende deutsch-englische Partnerschaft zurückblicken können.

Am Sonntag unternahmen Gäste und Gastgeber eine Tagestour in die Residenzstadt Weilburg. Eindrucksvoll auf einem Bergsporn hoch über der Lahn erbaut, gehört das Schloss Weilburg zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Hessens. 1533 wurde mit dem Ausbau der Burg zu einem vierflügeligen Renaissanceschloss begonnen. Zu Beginn des 18.Jahrhunderts wurde es zu einer stattlichen barocken Residenz ausgebaut. Zwischen 1801 und 1816 wurden die fürstlichen Wohnräume im Stil des zeitgenössischen Empire modernisiert. Die Gartenanlage des Schlosses zählt zu den schönsten in ganz Deutschland. Von all dem konnten sich die englischen Gäste im Rahmen einer Schlossführung selbst überzeugen.

Am Montag, einem Arbeitstag für die meisten Gastgeber, unternahmen die englischen Gäste, begleitet von Mitgliedern des ICW, eine Tagestour zum Geysir in Andernach und besuchten anschließend die Stadt Koblenz. Am Dienstag traten die Gäste die Heimreise an. Der Gegenbesuch der Wissener in Letchworth findet vom 29.Mai – 2.Juni 2014 statt.